#Kritik

Konzertkritik von Andreas Waldmüller
(via Facebook)

Zusammen
Die Menschen, die mich kennen, wissen ja über meinem Zugang zur Musik Bescheid. Der ist weit weg vom verstehen Müssen. Viel lieber lasse ich mich fordern beim Zuhören, lass mich Emotionen aufspüren, lass mich da gerne anstecken, mich ermuntern über mich selbst und die Welt nachzudenken.
In den letzten Monaten hab ich Sofias Musik kennenlernen dürfen, hab mich in ihre musikalische Welt fallen lassen. Und das tut mir sehr gut.
Ihr Zyklus „Unbounded Sounds“ lässt immer wieder die Grenzen zwischen den musikalischen Genres verschwinden, vereint Musiker:innen im Duo und im Trio.
Und auch heute beginnt der Abend mit einem Duo, Kanun und Bass, beginnt mit feinen Farbtupfern, die bald zu strukturierten Flächen werden, mit warmen Linien dazwischen. Es ist ein Zeugnis von Verständnis was da vor mir passiert, ein Miteinander, das bald Harmonie und sanfte Verlässlichkeit ausstrahlt.
Dann im Trio mit Piano bekommt das ganze zusätzliche Farben und vor allem noch mehr Kraft. Der Klang ist jetzt für mich näher am Jazz, ohne die Schönheit des Gesamten zu verlieren, das Bild ist jetzt wesentlich vielfältiger, verliert aber nie den Zauber, den es von Beginn an hat.
Es ist ein wohltuender Abend hier in der Sargfabrik, ein Abend der Kraft gibt, ein Abend, der wieder zeigt, wie ein Miteinander aussehen kann. Und natürlich ein Abend, der mir große Freude bereitet.
 
Vielen Dank dafür
Chris Jennings – Bass
Verena Zeiner – Klavier